Die Situation der Trierer Eislaufhalle wird immer dramatischer. Erst musste das marode Dach herunter, um drohendes Unheil abzuwenden. Dadurch war der Betrieb in der Wintersaison 2008/09 schon stark eingeschränkt. Dann erschwerten milde Temperaturen und Regen die Vorbereitungen für die Saison 2009/10. Und schließlich fiel auch noch ein Kompressor und damit die Eistechnik komplett aus. Die Betonbodenplatte ist stark beschädigt.
Entsprechend inständig hofft die Stadt auf ein kleines Wunder. Ein solches wäre eine millionenschwere Sanierung durch private Investoren und ein anschließender privater Betrieb mit überschaubarem städtischen Zuschuss.
Da Wunder bekanntlich eher selten geschehen, will der Stadtrat seinem Glück nachhelfen. Die Idee des Ampel-Bündnisses, eventuell zusätzlich die Stadtwerke mit ins Boot zu nehmen, klingt spannend. Das Thema Energie spielt bei einer solchen Anlage bekanntlich eine sehr wichtige Rolle. Und die geplante Photovoltaik-Anlage auf dem neuen Dach soll Wesentliches zur Gesamtfinanzierung beitragen.
Das technische und betriebswirtschaftliche Know-how der Stadtwerke wäre ebenso willkommen wie ihre Finanz- und Personalstärke. Ihr jüngst mit neuen Attraktionen versehenes Bad an den Kaiserthermen kann als leuchtendes Vorbild gelten.
Davon ist die Eishalle leider (noch) Lichtjahre entfernt.
Wenn die Stadt dort nicht für immer die Lichter aus lassen will, muss dringend eine tragfähige Lösung her.